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Heinrichs, Johannes - Revolution aus Geist und Liebe


Preis: €22.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Zum 200. Jahrestag des Einzugs von Hölderlin in den Tübinger Turm, am 3.5.2007, haben wir zusammen mit dem Steno Verlag die erste durchgehend textnah kommentierende Fassung seines Hyperion herausgebracht:


Die Textdokumentation orientiert sich an der Stuttgarter Ausgabe. Johannes Heinrichs, Dr phil habil war der Nachfolger Rudolf Bahros an der Humboldt Universität Berlin als Prof. für Philosophie und Sozialökologie.

Der Autor liefert eine besondere Interpretation zu diesem Meisterwerk Friedrich Hölderlins. Der vollständige Text erscheint, in historisch-kritischer Version, neben dem Kommentar. Einige philosophische Interpretationshypothesen werden vorangeschickt, so eine gattungstheoretische Einordnung des Werkes als literarisches Gesamtkunstwerk, auf der Grundlage einer neuen, sprachphilosophisch begründeten Theorie der literarischen Gattungen. Die Interpretation erkennt dem gleichermaßen philosophischen wie lyrischen und dramatischen Briefepos einen einzigartigen literarischen Rang, und dies nicht allein als Dokument der Revolutionszeit um 1800 zu; zugleich aber eine den historischen Abstand überspringende, überraschende Aktualität: Die heute anstehende politische Erneuerung muss fundiert sein in einer „Revolution der Gesinnungen und Vorstellungsarten“. Heinrichs präzisiert mit dem Titel „Revolution aus Geist und Liebe“ den seines früher erschienenen sozialphilosophischen Werkes „Revolution der Demokratie“ im Sinne Hölderlins. Diese Hyperion–Analyse erscheint zum 200-Jahr-„Jubiläum“ der Einlieferung des Dichters in den Tübinger Turm am 3. Mai 1807, worin er weitere 36 Jahre, die zweite Hälfte seines Lebens, zubrachte. Ein solches Gedenken scheinen die Deutschen ihrem „vaterländischen“ Dichter schuldig, der nicht zuletzt an ihren Zuständen frühvollendet wie tragisch zu Grunde gegangen ist.




Karte aus dem Buch




 


Kundenrezensionen:

Daniel Bigalke, Dipl.-Pol.  (Saturday, 17 November 2007)
Bewertung: 5
Heinrichs schreibt: „Es sei aber nicht Schuldgefühl, was unser Verhältnis zu diesem Dichter primär bestimmen sollte, sondern: künstlerisch-philosophische Einsicht, zusammen mit geschichtlicher Selbstbesinnung auf die bisher nicht erfüllte philosophisch-politische Mission Deutschlands.“ Es geht ihm heute mit Hölderlin um eine friedliche Revolutionierung der Demokratie und damit der Wirtschaft von den geistigen Grundlagen her. Zu dieser integralen Humanität, die auch das Verhältnis von Geist und Staat neu ordnet, könne auch Hölderlin beitragen. Heinrichs Hypothese ist, dass in Mitteleuropa eine besondere Reflexions- und Denkkultur in Gang gekommen ist. Die „deutsche Zerrissenheit“, von der Hyperion schreibt, beruhe auf einem noch nicht gelungenen Verhältnis von dieser Reflexion und dem Leben. Solange dieses Verhältnis nicht positiv bewältigt ist, solange dominiere die „Zerrissenheit“ und zeige ihre negativen Auswirkungen, letztendlich dazugehörig auch Arbeitslosigkeit, Verdrängung des umfassenden Neubesinnens zugunsten einer noch prosperierenden Zweidrittelgesellschaft.
Diese neue Hyperion-Analyse erscheint zum 200-Jahr-„Jubiläum“ der Einlieferung des Dichters in den Tübinger Turm 1807, worin er 36 Jahre zugebrachte – unverstanden und erniedrigt, zerbrochen an den staatlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Verhältnissen seiner Zeit, denen er etwas anderes als Materialismus zu lehren sich vornahm. Heinrichs begegnet Hölderlin auf gleicher Augenhöhe.








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